[211] Moorkolonien, in Mooren (s.d.) angelegte Kolonien zur Kultivierung der Mooroberfläche; gedeihen am besten am Rande des Moors im Zusammenhange mit bestehenden Ortschaften oder in der Nähe größerer Straßen und an schiffbaren Wasserstraßen. In den ehemal. Hzgt. Bremen und Verden, in Ostfriesland [Tafel: Nordwestdeutschland II, 6, bei Hannover], Oldenburg und Reg.-Bez. Osnabrück sind seit 1720 M. gegründet (etwa 55.000 ha mit 60.000 E.); ebenso wird auch neuerdings für Erschließung der ostfries. und Emsmoore sowie der oldenburgischen viel getan. Vgl. Fehnkolonien.