Met , ahd. metu , mhd. mete oder met ... ... ein uraltes Getränk der Germanen und blieb mit dem Bier bis tief ins Mittelalter das üblichste Getränk; es wurde aus gegorenem Honigwasser erzeugt, wobei man im 13 ...
Krîe , Feldgeschrei. Wildes Schlachtgeschrei wird bei vielen alten Völkern erwähnt, ... ... der Germanen barditus , welches Wort man mit »Bartweise« erklärt hat. Das Mittelalter unterschied die vom Kriegsherrn ausgehende Gesamtlosung und die Losung der einzelnen Truppenführer. Die ...
Leis , mhd. der leise , häufiger Ausdruck für den geistlichen Volksgesang im Mittelalter, stammt aus dem Worte kyrieleison , daher er auch zuweilen kirleise, kirleis heisst; der deutsche Name ist ruof. Die verbreitetsten Leise sind der Osterleis: Christ ist erstanden ...
... wenig fruchtete. Bei der vermehrten Aufmerksamkeit, die man dem Pferd im Mittelalter zuwendete, wurden auch die Preise bedeutend höher. Zu Anfang des 10 ... ... 30,000 angegeben. Neben den Turnieren waren auch Wettrennen schon im Mittelalter beliebt. Dieselben waren mit den Lenz-, ...
Uhren , mhd. ûre, ôre , aus lat. hora , bedeutet zuerst die Stunde, ôrglocke , die Stundenglocke, horologium. Das frühere Mittelalter benutzte ausschliesslich die schon dem Altertum bekannten Sonnen-, Sand- und Wasseruhren , ...
... jetzt notwendige Zimmergeräte kommt der Stuhl im früheren Mittelalter noch selten vor, eigentlich nur als Pracht- und Thronstuhl für hohe Würdenträger ... ... schon die byzantinischen und römischen Prachtstühle, und sie blieben es durch das ganze Mittelalter. Die Rücklehnen waren besonders hoch und mit köstlichen Schnitzereien geziert, ihre Säulen ...
Liten heissen im früheren Mittelalter diejenigen, welche von Person frei, doch keinen freien, sondern bloss abgeleiteten Grundbesitzhaben; sie besitzen deshalb auch nicht volle politische Rechte und ebensowenig das Recht der Eheschliessung zu vollem Rechte mit der Tochter eines Freien. Sie bildeten schon zu Tacitus' ...
Staup oder Stauf, lat. staupus, stopus, stoupus. Der Staup ist ein Trinkgefäss, das im früheren Mittelalter neben dem Becher, dem Kelch , der Justa, Füll, Ker oder Kar und den Hörnern viel gebraucht wurde. Daneben führten namentlich Reisende die Lederflasche ...
Gabel ist bei uns als Tischgerät erst nach dem Mittelalter, im 16. Jahrhundert, in Gebrauch gekommen und von der Fleischgabel in der Küche ausgegangen. Vorher führte man die Bissen mit der blossen Hand zum Munde; der Gebrauch von Gabeln galt nach der Ansicht ...
Ramme. Die Bockramme oder Hoye diente im Mittelalter wie heute noch bei Brücken - und Wasserbauten zum Einrammen der Pfähle. Sie bestand in der Regel aus einer schweren Holzart und war an der Stirne mit einem Metallbeschlag versehen. Ihre häufigste Verwendung fand sie ...
Handel erscheint schon im Mittelalter in den beiden Gestalten des Klein ... ... Einrichtungen« besprochen sind. Das bedeutendste Werk über die Handelswege im Mittelalter ist: W. Heyd , Geschichte des Levantehandels im Mittelalter, 2 Bde. Stuttgart 1879. Siehe auch H. Heller , ...
Siegel , aus lat. sigillum , mhd. sigel, siegel, sigille, insigele , war im Mittelalter, als die Unterschrift noch fehlte, das gewöhnlichste Beglaubigungsmittel einer Urkunde; als die Unterschrift allgemeiner wurde, trat das Siegel zurück; allgemein wird sein Gebrauch etwa seit 909. ...
... auch widergane, widerlouf heisst eine im Mittelalter weit verbreitete Art von Aberglauben , wornach der Gegenstand, auf den man ... ... Fliegen zur rechten Hand galt wie bei den Alten so auch im Mittelalter für glücklich, zur linken unglücklich. Besonders häufig wird die Krähe ...
Phönix ist eine aus dem Altertum stammende mythische Vorstellung, die im Mittelalter sehr beliebt war. Die Sage stammt zunächst aus Agypten, und zwar erzählt Herodot, dass der Phönix nur selten, alle fünfhundert Jahre, wie die Heliopoliten sagen, von Arabien nach Ägypten komme, ...
Löffel. Während die Gabel als Tischgerät erst im 16. Jahrhundert ... ... als solches schon bei den Römern und dann bei den Völkern Mitteleuropas durch das ganze Mittelalter vor. Die Schale ist anfänglich etwas länglich, sodann kreisrund und wird dann wieder ...
Perlen werden als besonders kostbarer Schmuck neben Edelsteinen wohl schon früh im Mittelalter erwähnt, dagegen als Halsbänder, Hut-, Hauben-, Kragen-, Ärmel- und Handschuhbesatz der Damen erst eigentlich im 16. Jahrhundert. An den Höfen hielt man zur Anfertigung solcher Arbeiten eigene »Perlenhefter«. ...
Schere. Die Schere kommt annähernd in ihrer jetzigen Form schon auf Bildern des 10. Jahrhunderts vor, am häufigsten hat sie aber durch das ganze Mittelalter die Form unserer Schafscheren.
... hohen Ausbildung gelangte Kunst des Brückenbaues geriet im Mittelalter, Spanien und Süditalien ausgenommen (wo teils Christen und Mauren, teils Goten, ... ... Pfeilerausbauten; siehe den folgenden Artikel. Auch Kaufläden und sogar Wohnhäuser wurden im spätern Mittelalter auf Brücken gestellt. Brücken mit flacheren Bogen entstanden erst im 16 ...
Annaten heissen im Mittelalter 1. eine Abgabe des Ordinierten an den Ordinierenden, die bis zur Höhe des ersten Jahreseinkommens gesteigert werden durfte, von Priestern , Äbten und Bischöfen geleistet werden musste und allmählich an den Papst kam; man hiess sie meist servitia. ...
Spitzen als Seiden-, Baumwollen- oder Leinengewirke waren im früheren Mittelalter sehr selten. Die Kunst des Spitzenklöppelns wurde um 1536 von Venedig aus nach der Schweiz und nach Deutschland verpflanzt, und damit fand auch das Produkt bald eine allgemeine Verbreitung.
Buchempfehlung
Autobiografisches aus dem besonderen Verhältnis der Autorin zu Franz Grillparzer, der sie vor ihrem großen Erfolg immerwieder zum weiteren Schreiben ermutigt hatte.
40 Seiten, 3.80 Euro
Buchempfehlung
Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.
434 Seiten, 19.80 Euro