Realität (mlat. realitas v. lat. res) heißt Sachlichkeit, ... ... , welcher unseren Sinnen gegeben ist, transscendental die eines solchen, dessen Begriff an sich selbst ein Sein in der Zeit anzeigt.
Kategorie (gr. katêgoria , lat. praedicamentum, ... ... bloß für logische Formen , sondern für Potenzen und Selbstbetätigungen der Dinge an. Plotinos (205-270) nahm wieder zehn Kategorien an, fünf intelligible: Objekt , Ruhe , Bewegung , Identität und ...
... Vernunft. Diese Form gehöre derselben a priori an, aber weder als fertige Vorstellung noch als ... ... sich auf das Zeugnis der Sinne und glaubt ohne Kritik an die Wirklichkeit des Körperlichen. Der ... ... sensualistischen Erkenntnistheorie auf. Bald knüpft er mehr an die Erscheinungsform des Stoffes an und wird dann zum Materialismus ...
... Aristot. Metaph. XIII, 4 p. 1078b 28 dyo gar estin hatis an apodoiê Sôkratei dikaiôs tous t' epaktikous logous kai to horizesthai katholou ), ... ... Glied gelten müsse. Die unvollständige Induktion Führt nur zu partikulären Schlüssen, findet jedoch an der Voraussetzung eines allgemeinen Kausalzusammenhanges der Dinge stete ihre ...
... die Anschauung von Raum und Zeit wie auch an die wirkliche Welt als an ihre Quelle gebunden und wird sowohl durch sensible Reize , als ... ... Denken ( dianoia, noêsis ) (De an. III, 3, p. 427 b 14) und sieht ...
... Zeit hingegen als eine subjektive Vorstellung ansieht. An die Vorstellung der unendlichen Zeitreihe schließt sich leicht die des unendlichen Raumes ... ... dem Unbestimmten (indefinitum) und dem Unendlichen (infinitum). Unbestimmt nannte er dasjenige, an dem man in gewisser Beziehung keine Grenze erkennt (in ... ... sub aliqua ratione finem non agnosco), unendlich dasjenige, an dem überhaupt keine Grenzen existieren (in quo nulla ex ...
... Dualismus nimmt zwei Urprinzipien der Dinge , ein gutes und ein böses an, welche seit Ewigkeit im Streite liegen. Diese durch den Parsismus und ... ... drittes zurückgeführt werden könnten. Aber dieses Stehenbleiben bei zwei Prinzipien hat etwas Unbefriedigendes an sich, und fast alle modernen philosophischen Versuche zielen darauf hin ...
... Urbildes geschaffen. Die neben Gott existierende, an sich unbestimmte Materie (insofern ein Nichts, mê on ) ist ... ... da ist, wie die Ordnung im Heere als immanente Form , sondern als an und für sich seiende Substanz , gleich dem Feldherrn im Heere. Der ...
Dialektik (gr. hê dialektikê sc. technê ) ist eigentlich ... ... Einheit erhebe. Das dialektische Denken steht mithin zwischen dem abstrakt verständigen, welches an der sicheren Bestimmtheit der Begriffe festhält, und dem spekulativen Denken , das ...
... inneren. Leibniz (1646-1716) setzt an Stelle von Lockes Begriffspaar den Gegensatz Perzeption und Apperzeption ; ... ... seine Natürlichkeit abgestreift hat und in sich selbst zurückgekehrt ist, sich seiner Subjektivität an der gegenübergesetzten Objektivität bewußt wird und sich von ihr mit Feststellung dieser ...
Synthesis (gr. synthesis ) oder Synthese, eigentlich Zusammenstellung, Verknüpfung, ... ... hervor, so ist es ein synthetisches a priori . Kant knüpft seine gesamte Vernunftkritik an die Frage an: »Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?« – Die synthetische ...
Charakter (gr. charaktêr v. charassô prägen = Gepräge) ... ... haben, bedeutet diejenige Eigenschaft des Willens, nach welcher du Subjekt sich selbst an bestimmte praktische Prinzipien bindet, die es sich durch seine eigene Vernunft unabänderlich vorgeschrieben ...
... die Unterscheidung von Erscheinungen und Dingen an sich die Lösung. Die beiden ersten Sätzepaare (die mathematischen Antinomien) sind ... ... sowohl in Thesis als in Antithesis zulässig, wenn die Thesis auf Dinge an sich, die Antithesis auf Erscheinungen angewandt wird. Durch die Rettung der ...
... an. Berkeley (1685-1753) bekämpfte die Lehre von einer an sich existierenden Körperwelt und setzte das Sein derselben als gleichbedeutend mit dem ... ... räumlich gefaßt. Nach Kant (1724-1804) ist die Außenwelt nicht Ding an sich , sondern Erscheinung . Es kommt ihr Realität ...
Humanität (franz. humanité, lat. humanitas), eigentlich Menschlichkeit, bezeichnet zunächst ... ... Menschen Brüder seien. Ihnen schloß sich das Christentum und die Philosophie im allgemeinen an. Als dann im 15. Jahrhundert die alten Künste und Wissenschaften ihre ...
... Nützliche interessant; der höher Gebildete hat Interesse an geistigen Dingen . Von dem die einzelnen Stände, Geschlechter usw. Interessierenden ... ... was allen Menschen interessant sein soll, verschieden Dies ist das Menschliche, das an sich Wertvolle, das die höheren Tätigkeiten beschäftigt oder der Ausdruck derselben ...
... Neuplatoniker , ja fast alle Scholastiker eng an Aristoteles an. Die Philosophen des 17. und 18. Jahrhunderts sagten sich ... ... 1804) hingegen verwarfen die Ontologie ganz; an ihre Stelle hat nach Kant die Erkenntnistheorie oder Transscendentalphilosophie (s ... ... . und Lotze. Jedoch halten andere, wie Wundt, F. A. Lange, an der Verwerfung jener Disziplin ...
... Islams. – Höher steht der christliche Glaube an die göttliche Vorsehung, die Überzeugung , daß nichts in unserem Leben ... ... ableitet, war im Altertum berechtigt; heutzutage kollidiert sie sowohl mit dem Glauben an eine sittliche Weltordnung , eine göttliche Weltregierung als auch mit ... ... welche der praktischen Freiheit des Menschen einen an sich viel größeren Spielraum zuschreibt als frühere Zeiten . ...
... Vernunft über die theoretische gelehrt, und an ihn knüpft die Richtung der Neuzeit an, den Schwerpunkt des Daseins in das Wollen zu verlegen. Dieser ... ... zum Intellektualismus wird von Fr. Paulsen (geb. 1846) im Anschluß an Tönnies Voluntarismus genannt, kann aber wohl auch ...
Dimension (lat.) ist im engeren Sinne ... ... , nahm dagegen Zöllner (Gesammelte Abh. 1878) vier Dimensionen des empirischen Raumes an. Schon H. More , ein englischer Theosoph, hat an die Erweiterung der Raumanschauung (Ende d. 17. Jahrh.) gedacht, dann im ...
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