Fünfter Akt

[380] Das Zimmer des Prinzen wie zu Anfang des vierten Aktes. Vor dem Fenster ein dunkler Vorhang. Auf dem Tisch eine Kanne, Becher. Am Tisch zwei Sessel, der eine mit der Rückenlehne zur linken Wand gekehrt, der zweite dem ersten gegenüber an der anderen Seite des Tisches.

Halbdunkel. Auf dem Bett Alexéj, halb angekleidet schwarze Kniehosen, Strümpfe, Schuhe, weißes Hemd, schlafend. Der Arzt sitzt neben ihm; Kleidung violett.

Eine Frauenstimme singt in unbestimmter Entfernung, der Gesang scheint von oben zu kommen. Nach einer Weile bricht das Lied jäh ab.

Zar Peter erscheint oben und kommt die Treppe hinab. Er spricht leise mit dem Arzt, dieser verläßt gleich darauf das Zimmer. Peter beugt sich über Alexéj, der ruhig schläft, und verharrt einige Augenblicke in dieser Stellung. Nun geht er zum Tisch hinüber, füllt einen Becher mit Wein, nimmt aus der Tasche das Fläschchen, zögert kurz, schüttet dann den Inhalt des Fläschchens in den Becher. Er macht eine Bewegung, als wolle er trinken ... blickt in den Becher.


ALEXÉJ im Schlaf.

Das Lied, das Lied, Afróssja.


Peter stellt den Becher zurück. Eine Stille. Peter geht langsam nach links und wartet.


Singst du nicht?

Singst du nicht mehr?

PETER.

Die Störung kam von mir.


Alexéj fährt jäh empor, sieht sich um, streicht sich das Haar aus der Stirn.


ALEXÉJ.

Du – bist es –


Er setzt sich auf, schlägt die leuchtend rote Bettdecke um sich, starrt den Zaren an. Sein Gesicht sieht doppelt weiß aus unter dem dunklen Haar und über der roten Decke.
[380]

PETER.

Ich. Was wundert dich so sehr?

Hat man dir nicht gesagt –

ALEXÉJ.

Doch, doch – man sagte –

Du mißverstehst – ich wundere mich nicht –

Ich frage, was du bringst –


Peter schweigt, sieht vor sich hin – Alexéj steht plötzlich auf.


muß ich erraten?

Sag's lieber gleich, ich habe meine Sinne

Nicht ganz beisammen, denn das Fieber warf

Sie durcheinander – sprich.

PETER.

Kannst du mir sagen,

Was du erwartest?

ALEXÉJ.

Nein.

PETER.

Das willst du nicht?

ALEXÉJ.

Das kann ich nicht. Du sagst es mir nachher,

Was ich erwarten soll.


Er zieht die Decke unter den Armen durch und legt sie fester um sich.


Hebt sich das Wort

Nicht auf die Lippen dir? was macht dich stumm?

Bist du gekommen, mich mit deinem Blick

Zu töten? zu erwürgen mit dem Schweigen mich?

Siehst du mich an und schickst aus deinem Auge

Den Tod in mich und siehst mich immer an,

Bis ich hinfallen muß? so muß ich gehn –

PETER.

Wo gehst du hin?

ALEXÉJ am Fuß der Treppe.

Ich halte das nicht aus.

Ich gehe fort, weil du nicht reden willst.

Was soll ich noch bei dir? was willst du hier?

Wir können nicht so dastehn, bis ich sterbe –

Ich – oder du – ich gehe fort von hier

Und suche mir und finde irgendwen

Da oben –

PETER.

Du sollst bleiben –


Alexéj hört nicht auf ihn, schleppt sich langsam die Treppe hinauf, ist oben angelangt, greift jetzt nach der Türklinke.


Alexéj!


Alexéj, betroffen vom Klang seiner Stimme, kehrt ihm das Gesicht zu, beugt sich vor.


ALEXÉJ.

Was soll ich?

PETER.

Mich – mich hören, Alexéj.

Was tust du, Alexéj, du kannst nicht fort.[381]

ALEXÉJ.

Nicht fort?

PETER.

Vergaßest du?

ALEXÉJ.

Ich kann nicht fort.

Ganz recht. Hier sind Soldaten. Ich vergaß,

Daß ich nicht fort kann. Ich darf nicht hinaus,

Ein jeder darf herein und seine Laune

An mir auslassen, jeder darf zu mir,

Ich aber kann nicht fort.

PETER.

Du irrst, wir sind

Hier ganz allein. Der Zugang ist gesperrt.

ALEXÉJ.

Du weißt ja nicht, wie grauenvoll du bist.

Unheimlich bist du. Und wir sind jetzt wie

In einem Schacht, in einer Höhle, mitten

Im leeren Dunkel, du und ich. Kein Ton

Schwingt sich herab zu uns, nur deine Stimme

Berührt sich mit der meinen und das Dunkel

Hört zu. Nun sprich.

PETER hart und klar.

Ich nenne dir Neapel,

Den Turm, das Meer, das Licht. Ich will euch dort

Gleich Fürsten halten, dich und sie – du wirst

Gefährten haben wie ein Fürst und hast

Ein Reich in deinem Garten.

ALEXÉJ.

Welch ein Reich!

Was da Neapel! Spott und Staub ist mir

Neapel!


Er kommt herab, langsam, zieht die rote Decke hinter sich her.


PETER.

Freunde sollst du haben. Nimm

Von meinen Dienern mit, wer dir gefällt,

Du magst verlangen, wen du willst, ich will ihn

Dir geben.

ALEXÉJ.

Ich begreife nicht – warum

Stellst du Neapel vor mich hin mit seinem

Glanzvollen Meer? kann ich dies helle Meer

Ausgießen über mich und mir die Seele

Fortspülen aus dem Leib? kann ich den Himmel

Wie eine Decke um mich schlagen, warm

Darin zu liegen? wenn ich alles das

Zu tun vermag – dann schenke mir Neapel!

PETER.

Du hast dich sehr verändert, Alexéj.

Was kam in dich hinein?

ALEXÉJ.

So wie ich bin,

So bin ich. Hörst du das? ich geh nicht fort.[382]

Du willst nur etwas nicht zu Ende tun.

Du siehst dich um nach mir, weil du zu schwach

Dich fühlst! wie seltsam!

PETER.

Nicht in Worten sollst

Du dich verlieren, Alexéj – gib acht,

Was ich dir sage –


Er geht rasch auf ihn zu, Alexéj weicht zurück, hebt den Arm, wie um sich zu schützen – Peter innehaltend, leise.


du – ich tu dir nichts –


Er tritt näher.


Du sollst dem Reich entsagen, Alexéj,

Du mußt es tun, du mußt, sonst könntest du

Nicht leben – hörst du mich? – und leben sollst du;

Es mich zu denken, daß ich dir

Ein Licht auslöschen müßte, stehlen einen Duft,

Abtun von dir den stillen Glanz der Nacht,

Abtun von dir die Welt –

ALEXÉJ angstvoll rufend.

Hast du das nicht,

Hast du das nicht getan?

PETER.

Wer überhaupt,

Wer hat etwas getan? du? ich? die Welt?

Glaubst du, das Schicksal segnet uns so sehr

Und läßt die eigne Tat in unsrer Seele

Aufspringen wie ein Feuer? die Stunden treten

Einander auf die Fersen und so geht

Man weiter ohne Rast – nun stehn wir da,

Vergessen ist der Weg, sag du mir jetzt,

Kann ich dich noch zurück, das sage mir,

Zurück dich reißen von dem Ziel? willst du

Dem Reich entsagen? sag's mir, Alexéj!

ALEXÉJ sieht ihn immer an, kann den Blick nicht abwenden.

Du – du bist furchtbar – wie mein Tod in dir

Wühlt, wühlt – und wie er wartet, – wie er ringt,

Aus dir heraus zu treten – das kannst du –

Ich seh's – das kannst du tun! wer kann das tun

Und nicht vergehen! daß es Menschen gibt,

Die leben können, gänzlich eingewickelt

In Grauen, ganz durchströmt, erfüllt von Tod

Und Qual und Widerstreit, wer denkt das aus!

Du könntest hingehn und in ewigen Zeichen

Trügst du's auf deiner Stirn, kein Hut, kein Band,

Auch keine Kronen deckten's zu, es glühte[383]

Hindurch und wäre dein wie dein Gesicht,

Wie deine Stirne, wie dein Haar – mich schwindelt,

Daran zu denken!

PETER.

Alexéj, du wirst

Es tun, du wirst es tun! der Namenszug,

Ein Zug nur mit der Feder, dann ein Schwur

Auf Kreuz und Buch – nicht mehr – du wirst es tun –

ALEXÉJ mit einer weiten müden Bewegung der Abwehr.

Nein, nein, ich darf nicht. Du verwirrst mich. Nein,

Ich darf und kann's nicht. Bring es rasch zu Ende.

PETER finster.

Das Ende steht noch fern – laß uns danach

Nicht greifen – wart ein wenig –

ALEXÉJ.

Laß. Mich friert.


Peter ist hinübergegangen zur linken Wand, zieht an der Fensterschnur, der Vorhang schiebt sich zur Seite. Ein Lichtstreif fällt ins Gemach.


PETER.

Die Sonne mag dich wärmen.

ALEXÉJ aufblickend.

Eine Wolke

Steht weiß und leuchtend oben und der Wind

Zaust ihren Rand.

PETER.

Der Wind geht stark und schwer,

Man hört ihn nicht hier unten.

ALEXÉJ.

In den Mauern

Fängt sich der Lärm, Hier unten bleibt es still.


Eine kurze Stille. Plötzlich stark aufbrausende Rufe vieler Stimmen. Oberst Gordon reißt die Türe auf –

der Lärm dringt stark herein – ruft von oben herab.


GORDON.

Die Menge ruft den Prinzen. Was befehlt Ihr?

Herr, sagt, was soll geschehn? die Truppen liegen

Bereit in allen Gängen.

PETER.

Warte noch.

Die Tore sind gesichert?

GORDON.

Jedes Tor

Bestreichen zwei Geschütze.

PETER.

Rufe mir

Die Abgesandten, Freund, ich schulde noch

Die Antwort ihrer Frage.

GORDON.

Und das Volk?

PETER.

Die Menge warte. Ruf die Abgesandten!


Gordon ab – Peter wendet sich zum Prinzen.


Zum Schluß! was willst du tun? du mußt dich nun

Entscheiden.[384]

ALEXÉJ.

Mach ein Ende.

PETER.

Sagst du mir

Noch einen Wunsch? – Sohn, finde einen Wunsch!

ALEXÉJ.

Erspare mir den Abschied von – den andren.

PETER.

Nicht mehr? ich glaubte –

ALEXÉJ.

Bist du nicht sehr froh,

Daß ich ganz ohne Wünsche bin? laß sehn –

Ich möchte meinen Tod – vorher – nur wissen

Will ich den Tod vorher.

PETER fährt zusammen.

Da fandest du

Ein Schweres –

ALEXÉJ.

Sag, wie muß ich das verstehn?

PETER.

Das mußt du so verstehn: schon ist er hier,

Den ich dir zeigen soll, ich brachte ihn ...

Hier, sag ich, hier!

ALEXÉJ zuckt, dann spöttisch.

Du meinst den Tod? es ist

Ein Gift dort in dem Becher?


Peter blickt ihn schweigend an.


und du hättest

Ihn mitgebracht, den Trank? das soll ich glauben?

PETER.

Das wäre gut.

ALEXÉJ.

Was hast du jetzt erdacht?

Ich bin gefaßt auf jedes neue Spiel,

Versprich das Leben mir, so will ich mich

Bereiten auf den Tod. In dem Pokal

Ist Arzenei vielleicht – soll ich sie trinken?

Das kann ich tun, es hat nur keinen Sinn,

Seitdem ich weiß, daß eher mit dem Regen

Der dunkle Tod mir auf die Lippen käme,

Als'jetzt aus diesem Wein. Ich will dir's zeigen –

Sieh her –

PETER.

Du hoffst, ich reiße dir den Becher

Vom Mund im letzten Augenblick, wenn doch

Ein Gift – sei nicht so sicher –


Jedes Wort schwer betonend.


wenn du trinkst,

Seh ich dir zu – und schweige. Rechne nicht

Auf meinen Ruf und nicht auf meine Hand.

ALEXÉJ halb schaudernd, halb eigensinnig.

Was ist denn auch dabei, wenn du den Wein

Mich trinken siehst! man sieht ja doch ringsum[385]

Die Menschen essen, spielen, gehen, schlafen,

Warum nicht trinken? sträubt sich uns das Haar,

Wenn einer trinkt? was ist dabei? sieh du

Nur zu, wenn dir's gefällt – ich trinke dir was vor –

PETER packt ihn, schreit.

Trink, Alexéj! trink, Alexéj! trink!

Bist du noch hier und achtest meine Rede

Nicht besser als den Wind! was bleibt dir noch,

Als diesen Wein zu trinken! weißt du nicht,

Wofür du sterben mußt? nie wirst du's wissen!

Du siehst es nie! es hat für dich nicht Leib

Und keinen Klang und keine Sprache, blitzend

Von Lichtern steht es da, von Tönen rauschend –

Du siehst es nicht – du siehst es nie – so nimm

Den Becher –


Alexéj hängt kraftlos in Peters Armen, sehr blaß, einem gescholtenen Kinde gleichend, doch gar nicht ängstlich. Die Decke ist niedergeglitten und liegt auf dem Boden wie ein purpurner Fleck.


ALEXÉJ.

Und du selbst? was weißt denn du,

Dir droht Gefahr von mir –

PETER schiebt ihn von sich.

Gefahr nicht mehr!

Das ist vorbei! vorbei!

ALEXÉJ.

Du tötest mich,

Um dich vor mir zu schützen –

PETER.

Nein! vorbei!

Ein Etwas springt mich an aus deinem Blick,

Das ich nicht dulden darf – jetzt nimm den Becher!

ALEXÉJ.

So ist es wahr – –


Peter schweigt.


er lockt mich fürchterlich,

Er lockt mich herrlich, eine solche Stunde

Darf uns nicht wiederkommen, deine Worte

Stechen in mich hinein, in dich die meinen,

Das darf nicht mehr – so darf's nicht mehr geschehn,

Gib mir den Becher – gib mir den Becher –

PETER.

Nimm.


Alexéj greift nach dem Becher, sieht über ihn weg auf Peter hin. Dieser steht ganz ohne Bewegung, nur die Finger zucken leicht. Alexéj wirft den Kopf heftig nach hinten, trinkt, stellt den Becher zurück.
[386]

PETER nach einer Weile.

Wie ist dir, Alexéj?

ALEXÉJ lächelt.

Sehr wohl, mein Vater,

Der Wein ist gut, der Kampf ist besser.

PETER schaudernd.

Kampf!

ALEXÉJ.

Es ist so etwas wie ein Kampf – und mir

Ist wohl –


Setzt sich, lehnt sich zurück, die Sonne fällt auf sein Gesicht.


PETER.

Was hast du jetzt getan –

ALEXÉJ.

Getan!


Peter geht auf ihn zu, beugt sich über ihn, legt ihm die Hände auf die Schultern. Seine ungeheure Spannung beginnt sich zu lösen.


ALEXÉJ unbeweglich.

Du nimmst mich in den Arm? ich weiß, du hast

Mich einmal so gehalten, ich war klein

Und weiß es nicht, ein Diener hat's erzählt –

Du hast mich auf das Pferd gehoben und

Gezeigt den Truppen und im Arm gehalten,

Das Pferd war weiß und ging voran im Schritt

Und die Soldaten schrieen und ich lachte –

So hat man mir's erzählt –

PETER.

Du hast's vergessen?

ALEXÉJ.

Mir ist, es flattert wieder auf, es war

Versteckt und schlüpft hervor – doch muß es so

Gewesen sein wie jetzt – man hört sogar

Die Rufe der Soldaten wieder – horch –

PETER.

Soldaten waren's und das weiße Pferd

Trug mich und unsre Hoffnung – hörst du noch?

ALEXÉJ.

Jetzt – hebst du mich – und zeigst du mich – den Truppen –

PETER.

Die Luft ging stark um uns und morgen streicht

Derselbe Wind ins Land und wir – wo sind wir? ...

Wie ist dir, Alexéj?

ALEXÉJ.

Sie rufen mich,

Es hört nicht auf –

Bist du bei mir? wer ist bei mir? wer legt

Mir auf die Stirn die Hand? wer legt den weichen

Dichten warmen Mantel über mich?


Gordon kommt, beugt sich über das Geländer.


PETER.

Was bringst du, Gordon? brach das Volk die Tore?[387]

GORDON.

Sie schlagen an das Tor gleich Wellen und Mühn sich umsonst.

PETER.

Noch halte ich den Zügel –

GORDON.

Das tut Ihr, Herr –

PETER reckt sich auf.

Wo sind die Abgesandten?


Er setzt sich, stützt die Arme auf den Tisch, wendet den Blick nicht von Alexéj.


GORDON im Abgehen.

Die Alten sind bereit, sie werden gleich

Vor Euch erscheinen.

ALEXÉJ kaum hörbar.

Nur die Stimme – nur –

Liegt über mir – o Liebe –


Er knickt leicht zusammen, bleibt unbeweglich. Die Sonne liegt auf ihm. Sein Haar ist vornüber gefallen.


PETER sieht Alexéj an, spricht undeutlich, so daß nur abgerissene Worte zu hören sind, scheint kaum zu wissen, was er spricht.

Wie leicht

Und schwer dies alles! wie denn? muß ich so

Herabsehn auf den Strom und trägt er mich

Nicht auch auf seinem starken blauen Rücken

Durch Tag und Nacht und aus dem Schatten wieder

Hinein ins Licht – und ohne Ende reihen

Sich Lichter an die Schatten?

Und weiter jetzt? und nehme nichts

Aus diesem Schatten mit als dieses Lächeln

Von diesen Lippen – weiter geh ich nun –

Weiter jetzt – und weiter –


Die Abgesandten sind eingetreten und kommen langsam die Treppe hinab. Eine Pause.


DER ALTE.

Wir kamen, Herr, zu dir.


Peter beachtet sie nicht. Nach einem Schweigen.


ALLE zugleich.

Wir kamen, Herr.


Peter hört nicht; über den Tisch gebeugt blickt er starr auf den Toten, seine Lippen bewegen sich leise.


Quelle:
Henry von Heiseler: Sämtliche Werke. Heidelberg 1965, S. 380-388.
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