Automat (gr. automatos ) heißt von selbst geschehend, zufällig; so heißt ... ... scheinbar von selbst ausführt. Cartesius (1596-1650) nannte die Tiere Automaten, indem er ihnen fälschlich die Seele absprach, und Spinoza ( ... ... 1677) und Leibniz (1646-1716) bezeichneten so die menschliche Seele . Automatisch , d. h. ...
Tautote : » Charakter « (s. d.) der »Dasselbigkeit« (R. AVENARIUS, Krit. d. rein. Erfahr. II, 27 f.).
Autopsie (gr. autopsia ) heißt Selbstbeobachtung , eigenes Sehen und Wahrnehmen im Gegensatz zu den Berichten anderer.
Autopsie : Selbstbeobachtung .
Autonomie ( Selbst -Gesetzgebung): Gesetzgebung durch das vernünftige Ich, ... ... das Sittengesetz schlechthin auf Autonomie oder Heteronomie zurückführt, ergibt sich eine autonomische oder eine heteronomische Moraltheorie ... ... durch sein Verhältnis gibt diesem das Gesetz « (ib.). Die Autonomie ist das Princip der Würde ...
Autonomie (gr. autonomia ), eigentl. Selbstgesetzgebung, hieß ursprünglich das Recht ... ... Frage , ob der praktischen Vernunft Autonomie zukomme, bejahend. Es gibt ein allgemeines Sittengesetz aus reiner ... ... jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.« Aber die Autonomie der praktischen Vernunft ist nach Kant eine ...
Automaten , einen geistigen, nennen SPINOZA (Em. int. S. 49) und LEIBNIZ die Seele (s. d.). Nach DESCARTES sind die Tiere ungeistige Automaten.
Autorität s. Ethik , Sittlichkeit .
Autotelie (gr. autoteleia ) heißt die Selbständigkeit, Unabhängigkeit.
Autodidakt – Das hätte sich der alte Homeros nicht träumen lassen ... ... uns weniger zopfig klingt. Für uns, weil wir alle zu wenig autodidaktisch sind. Wir könnten weit besser und leichter als in irgend einer ... ... , nachher als Privatdozent und a. o. Professor frei zu werden, endlich autodidaktos sein zu können. ...
Tautologie . – Wie so häufig bezeichnen wir mit diesem Worte ... ... allermeisten Urteile analytisch und darum tautologisch seien. Und Schleiermacher hat Kants Lehre vom analytischen Urteile bereits in diesem ... ... Schülers. Wo für den Lehrer das Urteil aus dem Begriffe analytisch oder tautologisch hervorgeht, da kann für den Schüler gar wohl der Schein ...
Autós épha (gr. autos epha , lat. ipse dixit): »Er selbst hat es gesagt. ... ... Pythagoreer auf die Lehren ihres Meisters. Der Ausdruck zeichnet treffend den blinden Autoritätsglauben , das iurare in verba magistri (s. Cic. de nat. deor ...
Autodidakt (gr. autodidaktos ), eigentlich selbstgelehrt, heißt derjenige, welcher keinen regelrechten Unterricht genossen, sondern sich durch Bücher, Muster, Lebenserfahrung und Denkarbeit selbst gebildet hat. Selbständigkeit, Kraft und Gewandtheit des Geistes sind die Vorzüge – Einseitigkeit, Selbstüberschätzung und Eigentümlichkeit ...
Tautologie ( tauto legein , dasselbe sagen) oder Fehler des » idem per idem «, d.h. der Cirkeldefinition (s. d.) in der Form , daß das »definiens« das »definitum« wörtlich wiederholt. Vgl. Definition , Urteile (analytische ...
Autokratie (gr. autokrateia ) heißt Selbst- oder Alleinherrschaft . Autokrator , Autokrat (russisch: Samoderzec, Titel des russischen Kaisers) heißt der Selbstherrscher.
Autognosie (aus dem Gr. geb.) heißt Selbsterkenntnis , Selbstprüfung; autognostisch heißt auf Selbsterkenntnis beruhend.
Autochirie (gr. autocheiria ) heißt das Hand an sich selbst Legen, der Selbstmord . Vgl. Selbstmord .
Autoktonie (gr. von autoktonos = Selbstmörder) heißt Selbstmord (vgl. d.).
Autoskopie (aus d. Gr. geb.) ist s. a. Autopsie .
Automachie (aus dem Gr. geb.) heißt Selbstwiderspruch.
Buchempfehlung
1889 erscheint unter dem Pseudonym Bjarne F. Holmsen diese erste gemeinsame Arbeit der beiden Freunde Arno Holz und Johannes Schlaf, die 1888 gemeinsame Wohnung bezogen hatten. Der Titelerzählung sind die kürzeren Texte »Der erste Schultag«, der den Schrecken eines Schulanfängers vor seinem gewalttätigen Lehrer beschreibt, und »Ein Tod«, der die letze Nacht eines Duellanten schildert, vorangestellt. »Papa Hamlet«, die mit Abstand wirkungsmächtigste Erzählung, beschreibt das Schiksal eines tobsüchtigen Schmierenschauspielers, der sein Kind tötet während er volltrunken in Hamletzitaten seine Jämmerlichkeit beklagt. Die Erzählung gilt als bahnbrechendes Paradebeispiel naturalistischer Dichtung.
90 Seiten, 5.80 Euro
Buchempfehlung
Romantik! Das ist auch – aber eben nicht nur – eine Epoche. Wenn wir heute etwas romantisch finden oder nennen, schwingt darin die Sehnsucht und die Leidenschaft der jungen Autoren, die seit dem Ausklang des 18. Jahrhundert ihre Gefühlswelt gegen die von der Aufklärung geforderte Vernunft verteidigt haben. So sind vor 200 Jahren wundervolle Erzählungen entstanden. Sie handeln von der Suche nach einer verlorengegangenen Welt des Wunderbaren, sind melancholisch oder mythisch oder märchenhaft, jedenfalls aber romantisch - damals wie heute. Michael Holzinger hat für diese preiswerte Leseausgabe elf der schönsten romantischen Erzählungen ausgewählt.
442 Seiten, 16.80 Euro