19. Die Reife Mong Dsï sprach: »Das Korn ist am wertvollsten unter allen Samen. Wenn es aber nicht reif ist, so ist es nicht einmal so viel wert wie Samen von Gras und Quecken. Auch bei der Güte kommt ...
... Wenn die Leute das Furchtbare nicht fürchten, so naht das große Fürchterliche. Laß nicht unwürdig werden ihre Wohnung. Laß ... ... daß man es nicht verdrießlich macht ...« Es ist hier eine der Stellen, wo die Konzisheit des Gedankens den sprachlichen Ausdruck sozusagen zerbricht. Die chinesischen Zeichen ...
... jede Vertiefung und fließt weiter bis zum Meer. So ist es, wenn es einen Ursprung hat. Das hat der Meister als Gleichnis genommen. Wo aber kein wirklicher Ursprung ist, da sammelt sich im Hochsommer ... ... stehen und warten, bis alles wieder trocken ist. So schämt sich der Edle dessen, daß sein Ruhm seine ...
V: Zeitfolge der Ziele Der Meister fuhr durch We. Jan Yu ... ... Meister sprach: »Wie zahlreich ist (das Volk)!« Jan Yu sprach: »Wenn es so zahlreich ist, was könnte man noch hinzufügen?« (Der Meister) sprach: »Es ...
3. Gesetz und Geist bei der Staatsregierung Der Meister sprach: »Wenn man durch Erlasse leitet und durch Strafen ordnet, so weicht das Volk aus und hat kein Gewissen. Wenn man durch Kraft des Wesens leitet und durch Sitte ordnet, so hat das Volk Gewissen und erreicht (das Gute).«
29. Die Macht des Willens zur Sittlichkeit Der Meister sprach: »Ist denn die Sittlichkeit gar so fern? Sobald ich die Sittlichkeit wünsche, so ist diese Sittlichkeit da.«
... Mensch an seinen Eltern. Erwacht in ihm die Frauenliebe, so hängt er an seiner jungen Schönen. Hat er Weib und Kind, so hängt er an Weib und Kind. Kommt er ins Amt, so hängt er an seinem Fürsten, und verliert er das Vertrauen des Fürsten, so brennt es ihn in seinem Innern. Höchste ...
29. Der Brunnen Mong Dsï sprach: »Wenn's eine Tat zu vollbringen gilt, ist's wie beim Graben eines Brunnens. Hat man auch neun Klafter tief gegraben: wenn man nicht auf die Quelle kommt, so war die ganze Arbeit am Brunnen weggeworfen.«
... König, erst besehen wollest.« Der König Mu sprach: »Komm morgen damit, so will ich es mit dir besehen.« Am anderen Tage meldete sich Ning ... ... auf und nahm ihn mit sich heim. Ban Schu mit seiner Wolkenleiter, Mo Di mit seinem Drachenflieger hielten sich für äußerst geschickt. Ihre ...
... Dieben werden. Auf nichts Begehrenswertes sehen: so verhütet man, daß das Herz sich verwirrt. Also auch ... ... Erkennenden« nicht zu handeln wagen. Das Nicht-Handeln üben: so kommt alles in Ordnung. Erklärung 1 Zeile 8 f ... ... 5 Sinne steht »Herz« für Tastsinn, »Gefühl«. Ist das Herz leer, so ist der Mensch nicht durch ...
21. Der Bergpfad Mong Dsï sagte zu dem ... ... Bergpfaden sind die Fußspuren selten. Werden sie aber in einer bestimmten Richtung begangen, so wird ein richtiger Weg daraus. Nach einer Weile kommt der etwa wieder außer Gebrauch, dann überwuchert ihn das Gras wieder. So hat das Gras dein Herz überwuchert.« 13
8. Geschichte zweier Brüder, von denen der eine die Lehren des Konfuzius, der andere die Lehren des Mo Di studiert hatte.
... ihnen namens Schï We machte darob dem Dsing Go Gün Vorstellungen. Dsing Go Gün aber hörte nicht auf ... ... Tschang Gün, dem Dsing Go Gün Vorstellungen zu machen. Dsing Go Gün aber wurde sehr ... ... aus seinen Mienen, als er sagte: »So treu hat also Dsing Go Gün an mir gehandelt, und ich ...
... .« Nicht nur beim Bogenschießen ist es so, sondern auch beim Bestehen der Staaten und beim Untergang der ... ... sagen: »Wenn Liu Hia Gi ihn für echt hält, so will ich ihn auf sein Wort hin annehmen.« Der Fürst von Lu ... ... wurdet.« Der König Min seufzte tief bewegt und sprach: »Bin ich wirklich so weise und muß trotzdem solches Leid ...
... Ein großes Reich muß sich unten halten, so wird es der Vereinigungspunkt der Welt. Es ist das Weibliche der Welt ... ... wenn das kleine Reich nichts wünscht als sich anzuschließen und zu dienen: so erhalten beide den Platz, den sie wünschen, aber das große muß ...
... Empfang eines geehrten Gastes. Gebrauchst du das Volk, so sei wie beim Darbringen eines großen Opfers. Was du selbst nicht wünschest, das tue nicht den Menschen an. So wird es in dem Land keinen Groll (gegen dich) geben, so wird es im Hause keinen Groll (gegen dich) ...
16. Der Wechsel der Fehler im Lauf der Zeiten Der Meister sprach: »Bei den Alten hatten die Leute drei Schwächen, die so heute wohl nicht mehr vorkommen: in alter Zeit waren die Schwärmer rücksichtslos, ...
14. Eine Unterhaltung des Fürsten Ai von Lu mit Yen Ho über die Unratsamkeit, dem Konfuzius die Regierung des Staates Lu zu übertragen.
... weg. Meister Mo Dsï hieß seinen Jünger Gung Schang Go nach Yüo reisen 6 . Gung Schang Go erzählte dem König von Mo Dsï's Lehren. Der König von ... ... Go kehrte zurück und berichtete es dem Meister Mo Dsï. Meister Mo Dsï sprach: »Bist du der ...
... dem Finger nach ihnen zeigte, aber sie lernten doch bei Meister Mo Dsï. So Lu Tsan war der größte Betrüger des Ostens, aber er ... ... , sondern halte sich immer in den richtigen Grenzen. Trifft man das Richtige, so werde man nicht eingebildet, ... ... . Kommt er zu großer Macht, so ist er imstande, die ganze Welt in Ordnung zu bringen. ...
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