Prolog zu Herrn Nicolai's neuester Reisebeschreibung von Obermayer ... ... Kritik ward nun überall Durch Cham's Geblüt verbreitet: Auf Sara's Runzeln, Abram's Bart, Aus Ziegen, Ochsen, Schafe ward ... ... in Effigie In's Angesicht zu speien. Bald fiel's ihm ein, die Dichterschaar ...
Nicolai's Reise, ein Lied nach der bekannten Melodie: ... ... , au weh! Nun sieht er staunend Naumburg's Dom, Erwähnt die Bischöfe in Rom; au weh! ... ... Das Fette liebt Herr Nicol nicht, o je, Er ist auf's Mag're abgericht. Au weh ...
FORTSETZUNG ZU S. 94 Es folgten den dunklen pfaden Vom wald am wasser Edelfrau und bürgersknab: die saaten Der sehnsucht jezt in sich: die blumen später. Die flucht ging längs waldhöhlen Von rettenden strömen verschlagen Durch ein bleich mondlicht. Sie kannten ...
Der Führer durch's Leben Nie verbinde dich Einem, der das als Mittel behandelt, Was dir Zweck ist, du selbst bist nur ein Mittel für ihn!
[Jung gefallen wollen, wer wird's schelten?] Jung gefallen wollen, wer wird's schelten? Alt gefallen können, mehr wird's gelten; Daß dir Beifall jetzt und einst nicht fehle, Das Arcanum ...
Gegenstück zu Bürger's Lied: Herr Bachus ist ein braver Mann, ... ... alle leben müßten. Allein guckt man in's Faß hinein, Auf dem der Prahler reitet, So ist's nur saurer Apfelwein, Mit Hefen zubereitet. Doch ... ... O hätt' er nur auch Haar um's Kinn, Er wär' ein Mann zum Fressen! ...
53. Man schilt mich stolz, doch hat mich's nie verdrossen, Daß ich so wenig dir gefallen habe; Denn deine blonde Jugend, süßer Knabe, Verschmäht den melancholischen Genossen. So will in Scherz ich mich ergehn, in Possen, ...
Eingang des ersten Gesang's des Mädchens von Orleans Ihr ... ... salben ließ. Miß Hanne trug euch unter'm Unterrocke, Wie unter'm Panzerhemd und dem Visier Den ganzen ... ... Hannens Löwenmuth ist keine Mähre: Ihr werdt's seh'n, les't nur das Büchlein hier; ...
Ein spiegel aller Jungfrawen S. Cæcilia [1.] Cæcilia die Jungfraw zart/ die Jungfraw zart/ Ein Römerin von Edler Art/ von Edler Art. Wie hoch zu preisen/ Jst wol zu weisen/ Auch wol zu mercken ...
Eingang des fünften Gesang's des Mädchens von Orleans O Freunde! fangen ... ... Leben an! Wir können zu nichts Klüger'm uns entschliessen; Früh oder spät wird's doch geschehen müssen. Ich selbst hing einst den lockern Burschen an, ...
Eingang des zweiten Gesang's des Mädchens von Orleans Dreimal beglückt ist der, der eine Jungfrau findet, Er hat ein grosses Gut; allein nach meinem Sinn Ist ein uns liebend Herz ein süsserer Gewinn, Weil wahres Glück sich nur auf Liebe gründet. ...
An F.M. als sie nach London ging Könnt' auf väterlichen Auen Ein verkümmerter Poet, Könnt' er dir ein Hüttchen bauen, Wie es vor dem Geist' ihm steht; In der Hütt' ein frohes Stübchen, Groß genug ...
... frage nicht: Womit hast du's verdient? Es war ein Gut dir zugetheilt, deß Werth du nicht erkannt? Entzog man dir's, so thu' Verzicht! womit hast du's verdient? Womit hast du's verdient, daß dir die Rose deiner ...
Acht und siebenzigstes Sonett. Das Fenster, das, so oft's ihr will behagen, Die eine Sonn', um Mittag andre spüret, Und jenes, das, von kaltem Wehn gerühret, Bey kurzem Tag des Nordes Flügel schlagen; Der ...
Rococo's Glaubensbekenntniß Swer lobt des snecken springen, unt des ... ... Unschuldig und nichts weiter. Ich stimme für die Monarchie, Da giebt's noch Räng' und Stände; Mit Republik geht Poesie Und alles Glück ...
Welmar's Lebensfest Edler Welmar , als dich wonnelächelnd Deine Mutter auf ... ... ein höfisch Fest, Wo der Fürst an einem seidnen Faden Seine Pantin's vor sich tanzen läßt; Auch zu gut für eine Welt, wo ...
Serafina's Weihgesang Herrlich in des Himmels Maienblüthe, Serafina, kam dein Wiegenfest. Deines Engels Frühlingswange glühte Sanft gekühlt vom Paradieseswest. Sechzehnmal bläht' sich die goldne Traube, Von der Gluth der Sonne ausgekocht, Seit der Zeit, daß ...
... Einhundert und erstes Sonett. Ist's Liebe nicht, was ist's denn, was ich trage? Ist's Lieb' um Gott! was ... ... gut, wie mag es Tod und Schmerzen geben? Ist's bös, warum so süß dann jede ...
Nikodemus Frischlin's Vater Es wachsen Dichter viel in Schwaben ... ... , was euch eben ist gelegen, Die andern finden's nicht so leicht, Sie brauchen Predigt oder Beicht.« ... ... , vermessen, Das eigne Feld ihm abgefressen! – Er eilt in's Dorf mit stillem Grimm, ...
Missolunghi's Himmelfahrt Missolunghi, du gefallen? – Nein, gefallen bist du nicht, Bist in donnerndem Triumphe auf der Blitze Flammenlicht In den Himmel aufgeflogen, Stein und Erde, Thurm und Wall, Siegeswaffen, Heldenglieder, Alles auf in einem Knall! Auch ...
Buchempfehlung
Der Held Gustav wird einer Reihe ungewöhnlicher Erziehungsmethoden ausgesetzt. Die ersten acht Jahre seines Lebens verbringt er unter der Erde in der Obhut eines herrnhutischen Erziehers. Danach verläuft er sich im Wald, wird aufgegriffen und musisch erzogen bis er schließlich im Kadettenhaus eine militärische Ausbildung erhält und an einem Fürstenhof landet.
358 Seiten, 14.80 Euro
Buchempfehlung
Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.
434 Seiten, 19.80 Euro