Bassianus, S. (1)

[415] 1S. Bassianus, (19. Jan.), Bischof von Lodi in Italien, war der Sohn eines gewissen Sergius, eines vornehmen Mannes zu Syracus, und wurde von seinem Vater nach Rom geschickt, um den Studien obzuliegen. Daselbst lernte er einen Priester kennen, Namens Gordianus, der ihn im christlichen Glauben unterrichtete und taufte. Seine Bekehrung konnte nicht lange verborgen bleiben; sobald daher sein Vater Kunde davon erhielt, forderte er ihn auf, heimzukommen und seinen Glauben zu verläugnen. Allein er floh noch Ravenna, wo ihn der Bischof gütig aufnahm, und ihm an seiner Kirche eine Stelle anwies. Als nach einigen Jahren der bischöfliche Stuhl von Lodi in Erledigung kam, wurde er auf denselben erhoben, um das J. 377. Mit dem hl. Ambrosius stand er in enger Freundschaft, und sagte demselben sein baldiges Ende voraus. Er selber starb um das Jahr 409 (nach Migne 413), und wurde sein Leib in der Apostelkirche begraben, die er hatte erbauen lassen. Als im J. 1163 durch Friedrich Barbarossa Alt-Lodi (Laudum, Laus Pompeja) zerstört wurde, kamen seine Gebeine in das neuerbaute Lodi.


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 1. Augsburg 1858, S. 415.
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