Wohl-verschämbder Königliche Buhler.

[273] Nachdem Dionysio zu Ohren kommen / welcher massen sein Sohn / auf den das Königreich als nächsten Erben solte kommen / eines Edelmanns Fräulein mit Gewalt geschwächt hätte; ließ er ihn für sich kommen / und straffte ihn mit harten Worten / fragend / ob er solches und dergleichen Missethaten von ihm / als seinem Vatter / jemals vernommen hätte: Darauf der Sohn antwortete: Ihr habt keinen König zum Vatter gehabt: so werde ich auch (sagte der Alte hinwiederum) keinen Sohn zum König haben / im Fall du solche schändliche Thaten wirst ferner treiben.

Quelle:
Hilarius Salustius, / MELANCHOLINI / wohl-aufgeraumter / Weeg-Gefärth, / Vorbringend / Lächerliche, anbey kluge Fabeln, [...]. Gedruckt im Jahr 1717, S. 273.
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