Kristallwasser

[711] Kristallwasser. Das Wasser (übrigens auch andre Lösungsmittel, wie Alkohol, Benzol) besitzt die Fähigkeit, mit vielen aus seinen Lösungen kristallisieren den Stoffen, hauptsächlich Salzen, in einfachen, ganzzahligen, molekularen Verhältnissen sich in Gestalt einer festen Verbindung abzuscheiden.

Das Zahlenverhältnis der Salz- und Wassermolekeln ist sehr mannigfaltig, sogar häufig (zugleich mit der Kristallform) bei ein und demselben Salz wechselnd, wie folgende Beispiele zeigen (die Bezeichnung des Kristallwassers in Formeln geschieht häufig als »aq« = H2O): Dextrose C6H12O6 + 1 aq; Lithiumchlorid LiCl + 2 aq; gelbes Blutlaugensalz K4FeCy6 + 3 aq; Eisensulfat FeSO4 + 4 aq; dto. FeSO4 + 5 aq; Kupfervitriol CuSO4 5 aq; Chlorcalcium CaCl2 + 6 aq; Eisenvitriol FeSO4 + 7 aq; Glaubersalz Na2SO4 + 10 aq; Ferrinitrat Fe(NO3)3 + 9 aq; Alaun KAl(SO4)2 + 12 aq; Bleiferricyanid Pb3Fe2Cy12 + 16 aq; Aluminiumsulfat Al2(SO4)3 + 18 aq; Kadmiumsulfat 3 CdSO4 + 8 aq.

Abegg.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 5 Stuttgart, Leipzig 1907., S. 711.
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