Drey und fünfzigstes Sonett. Müde bin ich, zu denken, wie ich's trage. Daß mein Gedank' an Euch nicht zu ermüden, Und wie ich noch vom Leben nicht geschieden, Um zu entfliehn der Seufzer schwerer Plage; Und wie, ...
Einhundert neun und zwanzigstes Sonett. Amor, du kennst mein Denken all' und Hoffen Und schweren Weg, der nur mit dir zu gehen; O möchtest du in Herzensgrund mir sehen, So tief verhüllt den Andern, dir nur offen! Du weißt ...
Drey und siebenzigstes Sonett. Konnt' ich so gut in Lieder übertragen Mein Denken, wie ich's trag im Herzen drinnen, Nirgends wär' Einer von so harten Sinnen, Daß er nicht sollt' aus Mitleid mich beklagen. Doch sel'ge Augen ...
... , so zauberschnell, Wie man's zu denken kaum noch sich getraut, Geht dann die Reise, nein, der Flug ... ... Vertrauens muß Uns des Jahrhunderts, ja auch nur des Jahrs Einträchtig Denken sein; wie ängstlich wir Bedacht sein, unsre Meinung der des Jahres, ...
III. An Angelo Mai, als er Cicero's Bücher vom Staate wiederentdeckt ... ... scheucht von unsrer Stirn Die Wahrheit, kaum gefunden, O holde Phantasie! Das Denken hält Sich fern von dir auf immer und bestreitet Die Macht dir mehr ...
Einleitung. »Die Geschichte kann man in Wahrheit einen rühmlichen Krieg gegen die ... ... der Geschichte, bei jeder Gelegenheit, die geeignet ist, Verwunderung zu erregen, oder zu denken zu geben, kurz bei allen jenen Stellen, die wohl ein wenig Redekunst, ...
Achtes Kapitel. – Carneades! Wer war der? – fragte sich ... ... Begriff habe. Es bliebe also nur noch an die Verwahrung der Häuser zu denken. Der Pater empfing die Schlüssel derselben und übernahm es, sie denen zuzustellen, ...
... . Meine fünfundzwanzig Leser können sich nun denken, welchen Eindruck die schon erwähnte Begegnung auf das Gemüth des Aermsten machen ... ... , was sie anfangen sollen, dann heirathen wollen, ohne an etwas Anderes zu denken. Sie machen sich kein Gewissen über den Kummer, den sie über einen ...
... zu Muthe war, kann sich Jeder leicht denken. Er hatte sein Haus, seine Heimat verlassen, und was ihm am ... ... ganz verlassenen Stadt. So schritt er vorwärts und wußte nicht, was er davon denken sollte; da wurde er auf dem Pflaster weiße Streifen gewahr, als wäre ...
... macht hatte. An Zurücktreten war nicht mehr zu denken; dazu hätte sie jetzt bei weitem mehr Muth und Entschlossenheit bedurft, als ... ... , welch einer Welt sie entsagten. »Wir müssen nun auch an eine Pathe denken«, sagte der Fürst, »denn morgen wird der Vicar der ... ... ich mußte doch aber auch für diesen unvorhergesehenen Fall denken. Wir wollen nun nicht mehr davon sprechen; wir ...
Achter Gesang 1. Wie viele Zaubrer, ach, und Zaubrerinnen ... ... schleicht an schlimmen Und gift'gen Tieren durch die Wüste hin, Sehn oder denken ohne Herzenswunden Angelika an nackten Fels gebunden. 68. O ...
... möchte aber von meiner Mutter nicht gern Uebles denken lassen. Und was den gnädigen Herrn betrifft, Gott vergebe ihm! so ... ... Gertrudens Schrecken, als sie ihn kommen hörte, läßt sich weder beschreiben, noch denken; es war der Vater, der zornige Vater, der nahte, und sie ...
Drittes Kapitel. Lucia trat in das untere Zimmer wieder ein, während ... ... und weil ich fest glaubte .... diesen Morgen war ich so weit entfernt daran zu denken ...« Hier wurden ihre Worte durch eine Fluth von Thränen unterbrochen. »Ha ...
Elfter Gesang 1. Zwar hat ein schwacher Zaum schon, ... ... Ins Erdreich, wenn man aushöhlt einen Schacht; Damit nicht, während sie an Arbeit denken, Ob ihrem Haupt der Bau zusammenkracht. Groß ist von Zahn zu Zahn ...
Zweites Kapitel. Man erzählt, daß der Prinz von Condé die Nacht ... ... Gesicht Renzo's wurde so drohend, daß Don Abbondio durchaus nicht an die Möglichkeit denken konnte, ihm nicht zu gehorchen. »Gelobt mir, schwört mir«, sagte ...
Neunter Gesang 1. Was kann ein Herz noch tun, ward ... ... wäre gern zum andren Strand gebracht. Sie sprach: »An meinen Kahn darf keiner denken, Der nicht zuvor mir hat den Schwur gemacht, Den Kampf zu kämpfen ...
Fünfter Gesang 1. All andre Tiere auf des Erdrunds Weiten, ... ... – daß ich dir nicht den Grund verhehle – Weil einem galt ihr Denken und ihr Sinn, Der, artig, herrlich, schön gleich einem Sterne, ...
... Kopf in Kriegsgeschäften steckte, that, was der Leser sich wohl schon denken kann. Er ernannte eine Behörde, der er das Recht übertrug, einen ... ... Der Anblick der Beute ließ die Sieger nicht weiter an ihre blutigen Rachepläne denken. Sie fallen über die Kasten her und fangen ...
Sechstes Kapitel. Don Rodrigo blieb steif in der Mitte des Zimmers ... ... betäubt von allem, was er gehört und gesagt hatte, wie sich ein Jeder wohl denken kann. Doch das so unerwartete Anerbieten und Entgegenkommen des Dieners blieb ihm ein ...
... –; Sollt' er die Erde zu durchsuchen denken, Doch würde unerreicht das Eiland stehn, Zu dem des Vogels Schwingen ... ... 30. Daß hier ein Geist sich barg, nicht konnt' ich's denken, Als ich das schöne Laubhaar dir verwirrt, Und daß in knorr ...
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1889 erscheint unter dem Pseudonym Bjarne F. Holmsen diese erste gemeinsame Arbeit der beiden Freunde Arno Holz und Johannes Schlaf, die 1888 gemeinsame Wohnung bezogen hatten. Der Titelerzählung sind die kürzeren Texte »Der erste Schultag«, der den Schrecken eines Schulanfängers vor seinem gewalttätigen Lehrer beschreibt, und »Ein Tod«, der die letze Nacht eines Duellanten schildert, vorangestellt. »Papa Hamlet«, die mit Abstand wirkungsmächtigste Erzählung, beschreibt das Schiksal eines tobsüchtigen Schmierenschauspielers, der sein Kind tötet während er volltrunken in Hamletzitaten seine Jämmerlichkeit beklagt. Die Erzählung gilt als bahnbrechendes Paradebeispiel naturalistischer Dichtung.
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Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.
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