[366] Cornelĭus, Peter von, Historienmaler, geb. 23. Sept. 1783 zu Düsseldorf, Schüler der dortigen Akademie, 1811-19 in Rom, 1820-25 Direktor der Akademie in Düsseldorf, dann der zu München, 1841 nach Berlin berufen, lebte teils hier, teils in Rom, gest. 6. März 1867 zu Berlin; ein Meister der neuern deutschen Malerei, Begründer des monumentalen Stils derselben. Hauptwerke: Fresken in der Glyptothek (Stoffe aus der antiken Götter- und Heroenwelt [Tafel: Historienmalerei I, 5]), Alten Pinakothek und Ludwigskirche (Erschaffung der Welt bis Jüngstes Gericht) in München; Kompositionen zum Nibelungenlied (Frankfurt), Entwürfe und Kartons zu einem Campo santo in Berlin (jetzt Nationalgalerie das.). – Biogr. von Riegel (2. Aufl. 1870), Förster (1874). – Sein Neffe Peter C., Komponist und Dichter, geb. 24. Dez. 1824 zu Mainz, seit 1864 Lehrer an der königl. Musikschule in München, gest. 26. Okt. 1874 in Mainz; von Bedeutung seine Gesangskompositionen, schrieb auch Opern (»Der Barbier von Bagdad«, »Der Cid«), »Literarische Werke« (1905). – Vgl. Kretzschmar (1880).