Hut

Wappenkunde. I.
Wappenkunde. I.

[839] Hut, Kopfbedeckung, aus Haaren und Wolle (Filz-H.), aus seidenem Felbel (Seiden-H.), Weizen- und Reisstroh (Stroh-H.), Bast etc. gefertigt. Geweihte H. verschenkte ehedem der Papst an ergebene Fürsten und Feldherren. In der Wappenkunde vertritt der H. bei bestimmten geistl. und weltlichen Ständen die Stelle des Helms. Bei der kath. Geistlichkeit ist der H. der Protonotarien schwarz mit Quasten, beim Abt mit 3 Quasten, beim Bischof mit 6, beim Erzbischof mit 10, beim Kardinal rot mit 15 Quasten. Der Fürsten-H. besteht aus einem Hermelinstreif, aus dem sich goldene Spangen erheben, die eine rote Mütze decken; der Kur-H. war ebenso, aber ohne Spangen [Tafel: Wappenkunde I]. (S. auch Eiserner Hut.)

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 839.
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