Pembroke [1]

[797] Pembroke (spr. Pembrohk), 1) die südwestlichste Grafschaft des englischen Fürstenthums Wales, am Kanal von Bristol u. dem Irischen Meere (Georgskanal), 28,48 QM.; von Hügelketten erfüllt, fruchtbar, kalkige u. klippige Küsten mit den Vorgebirgen Gowens-Point, Davids-Head u.a., u. mehren Buchten u. Häfen (Brides Bai, Milfordhafen, einer der schönsten in Europa); Flüsse: Tivy, Nevern, Dauledge, Dwgleddy, Cleddy; Hauptbeschäftigung: Ackerbau, Viehzucht (namentlich Milchwirthschaft) u. Küstenfischerei; Handel u. Industrie dagegen nicht von Bedeutung; viele Druidendenkmäler, römische Denkmäler u. Burgruinen; die Eisenbahnen von Caermarthen nach Tenby, Pembroke u. Milford durchschneiden die Grafschaft; 94,000 Ew.; 2) Hauptstadt darin, Borough am Milfordhafen; Station für Kriegsschiffe, Schloß, Freischule, Seehandel; durch Eisenbahn mit Tenby u. Caermarthen verbunden; 10,500 Ew., mit dem städtischen District 23,000 Ew. Handel namentlich mit Bristol u. Irland. Die Stadt gibt dem älteren Zweige der Familie Herbert den Titel: Earls of P. and Montgomery.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 12. Altenburg 1861, S. 797.
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