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[7] Ode Jambo-Dactylica.
Der Ofen singt/ es schneyt.
Du lihbe Weihnachts-Zeit!
Rükk her/ du Traute;
bey Frost und Feuer-Schein/
zu Moßkateller Wein/
klingt süß die Laute.
Herr Febus wird gantz fett.
Er trukkt sein Himmel-Bett
itzt vihl zu lange.
Mars lihß sein Mord-Geschrey/
Bachus/ dein Straussen-Ey
macht ihm itzt bange![8]
Rund ümb den Disch herum
ein Conventiculum
siht man ihn halten.
Wer sich ihm nicht gleich fügt/
dem würd er still-vergnügt
den Scheddel spalten.
Die lihbe lange Nacht/
daß fast die Schwarte kracht/
hört man ihn brahlen.
Volcan brännt Mann for Mann
jedem das Pfeiffgen an/
horcht/ wie sie krahlen:
Hannß Thumm regirt die Welt/
for Ulmer Silber-Geldt
kan man sie kauffen.
Daß bleibt ihr bäster Charme/
ein rundes Kind im Arm
und Broihan sauffen! –
Itzt will ich frölig seyn/
bakkt mir ein Ringel-Schwein/
darzu Saulaten.
Stopfft es gantz voll Confäkkt/
daß es noch bässer schmäkkt/
hihr drey Dukahten![9]
Sind denn nicht Mägdgens da?
Ich bün der Padischa.
Bon soir/ Grittgen!
Daß sich dein Hertz erbarm/
gleich drümb so lihgt mein Arm
qwer ümb dein Mittgen.
Du nakkte Cyprie/
dein runder Feuer-Schnee
hat mich entzündet;
du Milch-gemischtes Bluht/
du göldne Rohsen-Gluht/
dreyn Alles mündet!
Spüzz deinen Purpur-Mund/
dein Duppel Kugel-Rund
füll mir die Finger!
Verstrikk/ verfässle mich/
du kleiner Wütherich/
du Hertz-Betzwinger!
Für einer Marmol-Haut
hat mir noch nie gegraut/
ich kans nicht lassen/
fühl ich wo rund ein Knie/
dihses voll Cortesie
fäst zu ümbfassen![10]
Flinck/ lösch die Lichter auß/
weil sich lengst bundt ümbs Hauß
die Sterne drehen!
Noch wenn der Morgen scheint/
soll er uns froh-vereint
bey sammen sehen!
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