Voßscher fahrbarer Mastenkran

[830] Voßscher fahrbarer Mastenkran, von der Kranbaugesellschaft m. b. H. Voß & Wolter in Berlin ist in neuerer Zeit vielfach mit Vorteil zum Versetzen von Werksteinen verwendet worden.

Er besteht aus einem eisernen Gittermast von quadratischem Querschnitt, der mittels einer Fußrolle auf einer parallel zum Gebäude verlegten Schiene und durch zwei an ihm mittels eines Voßscher fahrbarer Mastenkran-förmigen Eisenhügels befestigten Rollen auf dem Greyträger eines 10 m hohen Eisengerüstes verschiebbar gelagert und gleichzeitig gegen Umstürzen in der zur Hausfront senkrechten Ebene gesichert ist. Seinen seitlichen Halt findet der Mast durch Drahtseile, die am Mast selbst und am Eisengerüst entlang so geführt sind, daß sie in keiner Weise den Raum versperren. Für den Führer und als Standort der Winde befindet sich in 8 m Höhe über dem Boden eine Bühne. Die gewöhnliche Nutzlast beträgt 3000 kg, jedoch kann die doppelte Last bei Verkleinerung der Ausladung und mit Hilfe eines einzuschaltenden Flaschenzuges gehoben werden. Die Vorzüge dieses Baukranes bestehen in seinem geringen Eigengewicht, verhältnismäßig niedrigen Herstellungskosten, geringem Raumbedarf und der Möglichkeit rascher und leichter Aufstellung und Entfernung, da er sich in fest vernietete Teile zerlegen läßt, die gut befördert und an Ort und Stelle zusammengeschraubt werden können.


Literatur: [1] Handb. d. Ing.-Wiss., IV. Teil, 3. Bd., 2. Aufl., Leipzig 1908, Kap. XI, S. 109, und Kap. XII, S. 441. – [2] Deutsche Bauztg. 1906, S. 376.

L. v. Willmann.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 9 Stuttgart, Leipzig 1914., S. 830.
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