Fach , 1. auch Feld , der ausgemauerte oder ausgestakte Raum zwischen den Hölzern einer Fachwand (s.d.). Die Weite der Fache richtet sich nach der Stärke der Hölzer und dem Ausfüllungsmaterial; sie ist bei Backsteinen 0,91,20 m, bei ...
Fach ( Fachweite ), im Brückenbau der von je zwei benachbarten Knotenpunkten des Ober- und Untergurtes und den dieselben verbindenden Stäben begrenzte Teil eines Fachwerkträgers (s.d.). Der Horizontalabstand zweier benachbarten Knotenpunkte eines Gurtes heißt auch Knotenweite . Melan.
Fachapparat , auch Ablegeapparat , eine bei den in der Textilindustrie , insbesondere in der Appretur , verwendeten Maschinen häufig in Anwendung stehende Vorrichtung , die das aus der Maschine tretende Gewebe in regelmäßiger Weise übereinander zu legen hat. s. Tuchfabrikation und Weberei . Kraft .
Fachbaum , der in Höhe der Wehrkrone bezw. des Wasserüberfalls eingelegte Balken bei festen hölzernen Wehren ; er wird auch Wehrbaum oder Ueberfallschwelle genannt; s. Stauanlagen .
Fachen , s. Scheunen .
Fächerbogen , s. Fächerfenster .
Fächerbrausen bei Waschtoiletten dienen dazu, den Wasserstrahl fächerförmig zu erbreitern, so daß beim Waschen die ganze Hand benetzt wird; ein Beispiel zeigt nebenstehende Figur. Sonst kommen die Fächerbrausen bezw. -auslaufe vor bei Springbrunnen als Sockelausläufe. Blecken.
Fächerfenster , in einzelnen Gegenden, namentlich im romanischen Stile gebräuchlich; es sind dies Fenster , deren Oberteil sich aus mehreren Halbkreisbogen zusammensetzt. Man kann sich dieselben aus halbierten Radfenstern entstanden denken (s. die Figur). Aehnliche Ueberwölbungen findet man zuweilen auch über Türen ...
Fächergewölbe ( Trichtergewölbe), s. Gewölbe .
Fächergleise , die auf Rangierbahnhöfen vorkommenden Gruppen stumpf endigender Gleise zum Ordnen der Wagen nach kleineren Gruppen für die aufeinander folgenden Stationen , im Gegensatz zu den sogenannten Gleisharfen , deren Einzelgleise sich wieder zu einem zusammenziehen, mithin für die Benutzung bequemer sind ...
Fächerwerk , Decken - oder Gewölbefelder, die sich in Fächergestalt ordnen.
Fachgerten ( Fachholz ), schwaches Rundholz oder gespaltene Stäbe von 23 cm Stärke , womit die Fache einer Riegelwand ausgesetzt oder ausgeflochten werden zur Ausfüllung mit Lehmstroh.
Fachverband , s. Straßenbau.
Fachwand , Riegelwand , Fachwerk , leichte und tragfähige Raumbegrenzung aus einem Holzrahmen (in neuester Zeit auch Eisenrahmen ) gebildet, bei dem die Hölzer in drei verschiedenen Richtungen laufen, und zwar: 1. Senkrecht , die sogenannten Fachwandsäulen, Ständer , Stiele und Pfosten , die in Abständen von ...
Fachwerk ( Fachwerkträger ) heißen in der Ingenieurmechanik solche Träger (s.d.), die aus lauter an den Enden miteinander verbundenen geraden Stäben bestehen (Fig. 132). Man unterscheidet ebene Fachwerke und räumliche Fachwerke . Bei ersteren werden alle Stabachsen und äußeren Kräfte (s ...
Fachwerk . ( Graphische Berechnung .) Hinsichtlich der Definition von Fachwerk wird auf die Art. Fachwerk , Fachwerkträger u.s.w. verwiesen. In nachfolgendem sind ausschließlich Balkenfachwerke mit einer Oeffnung in Betracht gezogen. Ueber Fachwerke, durchlaufende , Gelenkträger und Bogenfachwerke s.d. a) Brückenfachwerke. Je ...
Fachwerke mehrfachen Systems (mehrteiliges Fachwerk ). Ein Fachwerk heißt n -teilig oder n -fachen Systems , wenn die Füllungsglieder (s. Fachwerk ) oder doch eins über das andre solcher Füllungsglieder, die einen zusammenhängenden Linienzug bilden, durch andre gleichzeitig wirksame Füllungsglieder (also nicht Gegendiagonalen ...
Fachwerke, durchlaufende . ( Graphische Berechnung .) Zur statischen Berechnung durchlaufender Fachwerke verwendet man meistens die Verfahren und Regeln, die bei der Berechnung durchlaufender Balken (s. Bd. 1, S. 513) üblich sind. Man zeichnet die Kurven der größten und kleinsten Biegungsmomente sowie die ...
Fachwerke, statisch bestimmte . Ein Fachwerk (s.d.), Fachwerkträger , heißt statisch bestimmt , wenn sich seine Stützenreaktionen und Stabkräfte aus statischen Bedingungsgleichungen allein, ohne Zuhilfenahme der Elastizitätslehre bestimmen lassen. Die Berechnung wird hierdurch leichter und zuverlässiger als bei statisch unbestimmten Fachwerken , während ...
Fachwerke, statisch unbestimmte . Ein Fachwerk (s.d.), Fachwerkträger , heißt statisch unbestimmt, wenn sich seine Stabkräfte und Stützenreaktionen nicht sämtlich aus statischen Bedingungsgleichungen allein bestimmen lassen. Voraussetzungen der statischen Bestimmtheit und Stabilität sowie allgemeine Gesichtspunkte für die Berechnung von Fachwerkträgern s ...
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