X , im griech. Alphabet der 14., im römischen der 21., im deutschen der 24. Buchstabe ; als Zahlzeichen X = 10 (ein doppeltes V od. U , daher das sprichwörtliche: einem ein X für ein U machen); als röm. Abkürzung ein denarius (= 10 ...
Xalapa (Ch) od. Jalapa , Depart. und Stadt in dem mexik. Staate Veracruz , s. d.
Xalisco (Ch), mexik. Staat am stillen Ocean , gegen 3000 QM. groß, mit 774000 E., der Hptst. Guadalaxara .
Xanten , Santen , rheinpreuß. Stadt im Reg.-Bez. Düsseldorf , mit 3100 E., merkwürdiger goth. Kirche , röm. Alterthümern (Castra Vetera , später Castra Trajana, Civitas Trajana) .
Xanthin , griech.-deutsch, der gelbe Farbestoff im Krapp ; Xanthogen , Schwefelkohlenstoff; Xanthogensäure , Gelbsäure, besteht aus Schwefelkohlen - und Wasserstoff , bildet mit mehren Metallen gelbe Verbindungen.
Xanthippe , das Weib des Sokrates ; ihre sprichwörtliche Zanksüchtigkeit ist ihr später erst zur Ausstaffirung des Sokratischen Charakters zugelegt worden.
Xanthippus , der Vater des Perikles , Anführer der Griechen in der Schlacht bei Mykale . X., lacedäm. Feldherr, welcher den von Regulus bedrängten Karthagern ein kleines griech. Soldheer zu Hilfe herbeiführte, zum Oberbefehlshaber ernannt die Römer schlug u. den Regulus gefangen nahm ...
Xanthus , s. Lycien .
Xarob (Ch), Rechnungsmünze in Fez, 20 = 3 1 / 3 Thlr. = 4 fl. 51 2 / 3 kr. C.-M.
Xaver , Franciscus, s. Franz Xaver .
Xaver , Franz August , sächs. Prinz, Sohn Augusts III., geb. 1730, von 1763 bis 1768 für seinen minderjährigen Neffen Friedrich August III. Administrator Sachsens , gründete die Bergakademie zu Freiberg und führte die Electoralschafe ein; st. 1806.
Xenien , griech.-dtsch., Gastgeschenke; so betitelte Martialis (s. d.) das 13. Buch seiner Epigramme , ebenso Schiller u. Göthe ihre zuerst im Musenalmanach von 1797 veröffentlichten bittern Ausfälle und Spöttereien über Persönlichkeiten u. Zustände der deutschen Literatur ihrer Zeit.
Xenil (Ch), Nebenfluß des Guadalquivir in Spanien ; an seinem obern Laufe liegt Granada .
Xenographie , griech.-dtsch., die Kunde fremder Schriftarten; Xenokratie , Fremdenherrschaft; Xenomanie , die unvernünftige Vorliebe für das Fremde .
Xenokrates , Philosoph u. Vorstand der ältern Akademie , geb. 397 v. Chr. zu Chalcedon , wurde einer der eifrigsten Schüler Platons , folgte in der Vorstandschaft dem Speusippos, welcher dieselbe nach des Meisters Tode 8 Jahre inne gehabt hatte, und st. 314 v ...
Xenophanes , Philosoph, gebürtig aus Kolophon , ein Zeitgenosse des Pythagoras , wanderte nach der phokäischen Pflanzstadt Elea in Lucanien , gilt als Urheber der eleatischen Philosophie . Er zuerst scheint den pantheistischen Satz , alles sei eins u. das Eins Gott , ausgesprochen zu haben; sein ...
Xenophon , einer der ausgezeichnetsten historischen und philosophischen Schriftsteller der Hellenen , dazu auch ein tüchtiger Kriegsmann, geb. 450 v. Chr. zu Athen , war einer der ersten u. treuesten Anhänger des Sokrates , welcher ihm im Treffen bei Delion das Leben rettete, und ...
Xenophon aus Ephesus , Verfasser der sogen. Ephesiaca ; erste Ausgabe von Conhi, London 1726, neuere von Mitscherlich , Locella, Peerlcamp u.a.
Xerafin , Rechnungsmünze auf Malabar = 12 Sgr. = 35 kr. C.-M.
Xeraphion , griech., trockenes Heilmittel, besonders Streupulver; Xerasie, Xerasmus , Dürre, Austrocknung, Krankheit der Haare , wobei dieselben nicht wachsen wollen u. einem bestaubten Flaume gleich sehen.
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