Q , ein Doppelconsonant und in den meisten Alphabeten der 16. oder 17. Buchstabe.
Quadrille , ein franz. Tanz von lebhaftem Charakter , meist in 2 / 4 Takt und von 4 Paaren ausgeführt.
Quarantaine, Contumaz , der Zeitraum, in welchem Schiffe, Reisende etc. nicht landen, oder ihre Reise fortsetzen dürfen, im Fall der Verdacht auf ihnen ruht, aus einer mit der Pest oder andern' ansteckenden Krankheiten behafteten Gegend zu kommen. Früher wurden allgemein 40 ...
Quart das Viertel, der vierte Theil einer Kanne, ein besonders in Berlin , Bremen , Lemberg und Kalisch gebräuchliches Maß. In Niedersachsen wird das Viertel (l0 Scheffel) einer Last Getreide auch so genannt.
Quartett , ein 4 Singstimmen oder 4 Instrumente gesetztes Tonstück. Am berühmtesten sind die Q. für Streichinstrumente, 2 Violinen , 1 Viole und. 1 Violoncell, und unsere größten Componisten, wie Haydn, Mozart, Beethoven, Romberg, Spohr, Ries, Onslow etc., haben die schönsten Blüthen ...
Quarz, Kiesel , ein sehr harter Stein aus Kieselerde, in mannichfaltigen Formen und Farben häufig vorkommend. Durchsichtig, dem Glase ähneld, heißt er Krystall (s. d.); seine Spielarten haben verschiedene Farben und werden in Rosenquarz, Schillerquarz etc. getheilt. Er geht als ...
Quaser (Mythologie) , ein Geschöpf der Asen und Vanen(s. d.), von ihnen geschaffen, um einen langen Krieg zu schlichten, denn Q. vereinigte in sich alle Weisheit, und er reiste in der Welt umher und lehrte die Menschen Weisheit. Da kam ...
Quasimodogeniti , d.h. als die jetzt gebornen Kinder. Mit diesen Worten 1 Petri 2,1. begann sonst stets der Gottesdienst am 1. Sonntage nach Ostern , und deßhalb nannte man den Tag selbst so.
Quassie , ein Baum mittlerer Größe, der namentlich in Surinam wild wächst und in allen seinen Theilen eine ungewöhnliche Bitterkeit enthält, die als Arznei benutzt wird. Er soll seinen Namen einem Sclaven Namens Quassia verdanken, der seine medicinischen Kräfte zufällig entdeckte ...
Quasten . Der Gebrauch an die Zipfel der Gewänder, viereckiger Polster etc. dicke Büschel von Gold , Perlen , Seide oder Wolle , je nachdem es paßte, anzuheften, ist sehr alt. Schon die Griechen verzierten die Ecken ihres Obergewandes ( Pallium ) mit Quästchen, und den ...
Quatember , abgeleitet von quatuor tempora , d. h. die 4 Jahreszeiten , bezeichnet diejenigen Tage, an welchen ein Vierteljahr oder Quartal beginnt.
Quaterne , siehe Lotto .
Quebeck . Von Niagara 's Cataracten über Fort George an der Mündung des St. Lorenzo-Flusses gelangt man aus einem bequemen Dampfschiffe binnen wenigen Stunden zudem am Ende Ontariosees gelegenen York ; weiter geht es durch den Tausend- Inseln -See bei ...
Quecksilber , ein edles, silberweißes, tropfbar flüssiges, nur bei 39° R. Kälte festes Metall, erhielt bei uns seinen Namen vom altdeutschen Queck, welches munter, hurtig bedeutet, und wird theils gediegen, theils mit Chlor , Zinnober , Silber etc. vereinigt gefunden; das meiste in ...
Quedlinburg . König-Heinrich I. errichtete 932 zwischen Halberstadt und Anhalt ein fürstliches Damenstift, dessen Gebiet 2 Quadrat M. mit der Stadt Q. umfaßte. Seit 1539 war die Aebtissin protestantisch, behielt inzwischen auf der rheinischen Prälatenbank Sitz und Stimme . Von ...
Quellen , verbreiten überall, wo sie dem Schooße der Erde oder der Felswand des Gebirges entspringen, Fruchtbarkeit und Frische. Die Erdschichten, über welche ihr unterirdischer Lauf hineilt, theilen ihnen mineralische Zusätze mit, welche, wenn dieß in gewissen Graden der Fall war ...
Quendel (Botanik) , auch Feld- Thymian oder Feld- Kümmel , zu den Labiaten gezählt, ist eine kleine, perennirende Pflanze mit dünnem, holzigem Stengel, die sich rasenartig auf der Erde ausbreitet und ihre zarten Blumen vom Juni bis zum Herbst entwickelt. Sie wächst ...
Quentchen , der vierte Theil eines Loths.
Quetzalcoatl (Mythologie) , ein als Gott der Luftverehrter altmexicanischer Priesterkönig, der die größten Schätze besaß, die weisesten Gesetze gab und der Erfinder aller nützlichen Künste war. Endlich, da er nicht aufhörte zu beglücken, und stetes Glück den Sterblichen nicht heilsam ist ...
Quies (Mythologie) , eine allegorische Gottheit der spätern Römer, die Personification der Ruhe . Ihr Tempel stand auf der Via Lavicana vor der Porta Collina. ch
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»Es giebet viel Leute/ welche die deutsche poesie so hoch erheben/ als ob sie nach allen stücken vollkommen wäre; Hingegen hat es auch andere/ welche sie gantz erniedrigen/ und nichts geschmacktes daran finden/ als die reimen. Beyde sind von ihren vorurtheilen sehr eingenommen. Denn wie sich die ersten um nichts bekümmern/ als was auff ihrem eignen miste gewachsen: Also verachten die andern alles/ was nicht seinen ursprung aus Franckreich hat. Summa: es gehet ihnen/ wie den kleidernarren/ deren etliche alles alte/die andern alles neue für zierlich halten; ungeachtet sie selbst nicht wissen/ was in einem oder dem andern gutes stecket.« B.N.
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