I , der neunte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher seit den ältesten Zeiten das sonderbare Schicksal gehabt hat, daß er das Zeichen zweyer sehr von einander verschiedener Laute seyn müssen, wovon der eine ein Vocal, der andere aber ein Consonant, oder ...
Die Ibe , der Ibenbaum, S. Eibe.
Der Ibisch , S. Eibisch.
1. Ich , das persönliche Pronomen der ersten Person, welches im Singular folgender Gestalt gebeuget wird. Nom. Ich. Genit. Meiner. Dat. Mir. Accus. Mich. Von dem Fürworte wir, welches gemeiniglich für den Plural dieses Wortes gehalten wird, S. an seinem Orte ...
Ich war , das Imperfect des Hülfswortes seyn, Conjunct. ich wäre, S. Seyn.
Ich ward , das Imperfect von werden, S. dasselbe.
Die Ichheit , plur. die -en, mein Wesen, das Wesen meines Individui; ein nur von einigen Mostikern der vorigen Zeiten gebrauchtes Wort, welches aber auch mit ihnen größten Theils wieder vergessen worden.
3. * Icht , ein mit seinen Zusammensetzungen und Ableitungen im Hochdeutschen veraltetes unbestimmtes Fürwort, ein jedes unbestimmtes Etwas zu bezeichnen, es sey nun ein Ding, oder eine Zeit, oder ein Ort. Were an der minne falsches icht, Rudolph von Rothenburg, etwas ...
Das Ideāl , des -es, plur. die -e, aus dem Lat. Idealis, ein nur in der Vorstellung befindlicher Begriff von einer Sache. Lassen sie uns dem Dichter nicht unsere eigenen Ideale unterschieben, Sonnenf. Daher ideālisch, nur in der Vorstellung befindlich ...
Die Idēe , (zweysylbig,) plur. die Idēen, (dreysylbig) aus dem Griech. und Lat. Idea, eine jede Vorstellung einer Sache in unsern Gedanken; ein Begriff, in der weitesten Bedeutung. Durch das Gehör erlangen wir die Idee des Schönen, das in der Harmonie ...
Die Idýlle , plur. die -n, aus dem Griech. ειδυλλος, welches eigentlich ein kleines Bild, ein angenehmes Gemählde bedeutet, aber nur noch von Gedichten gebraucht wird, worin die verschönerten Empfindungen der häuslichen Gesellschaft, besonders des Land- und Hirtenlebens vorgestellet werden. S ...
Ie , das Zeichen des langen i, S. I.
Der Igel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Nahme zweyer Thiere, welche ihrer Stacheln oder stechenden Eigenschaft wegen bekannt sind. 1) Eines Insectes, welches auch der Blutigel, richtiger aber der Blutegel genannt wird. S. Egel und Blutegel. 2) Eines ...
Die Igelklêtte , plur. die -n, eine Art Kletten, welche an dem Ufer des mittelländischen Meeres einheimisch ist und stachelige Blätter hat; Echinaphora L. Auch die kleine oder so genannte Spitzklette, wird wegen ihrer stacheligen Frucht Igelklette oder Igelsklette genannt.
Die Igelschnêcke , plur. die -n, S. Meerigel, Seeigel.
Der Igelshuf , des -es, plur. die -e, ein fehlerhafter Huf an einem Pferde, welcher in einem Geschwüre über der Krone bestehet, auf welchem lange stachelige Haare wachsen.
Der Igelsklee , des -s, plur. inus. eine Art des Klees, dessen Samenknöpfchen nach der lichtgelben Blume stachelig und so rauch wie ein Igel werden.
Die Igelsknospen , sing. inus. S. das folgende.
Die Igelskolbe , plur. die -n, eine Pflanze, welche in den wässerigen Gegenden des mittägigen Europa wächset, und eine sehr stachelige Frucht träget; Sparganium L. Igelsknospen.
Das Igelskraut , des -es, plur. inus. S. Eselsgurke.
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